Eat Pray Love – Film und Buch

Elizabeth Gilbert beschließt, ganz von vorne anzufangen. Sie lässt New York hinter sich und tritt die Reise ihres Lebens an: Dolce Vita in Italien, Meditationslehre in einem indischen Ashram und schließlich die glückliche Balance zwischen innerem und äußerem Glück auf Bali. Der ehrliche und bewegende Erfahrungsbericht von Elizabeth Gilbert ist ein preisgekrönter, internationaler Bestseller.

Der Schreibstil ist charmant, intelligent und witzig zugleich. Der Leser wird in einem Moment emotional tief berührt, ohne in Klischees baden zu müssen, und im nächsten Moment zum Loslachen gebracht, dass ihm so oder so das Herz aufgeht. Dabei werden ausgesprochen interessante Informationen über Land, Leute, Kultur und Bräuche vermittelt.

Mir hat das Buch sehr gefallen und ich bin froh, dass ich es gelesen habe, bevor ich mir den Film dazu angesehen habe, da dort viele und wichtige Teile des Inhaltes fehlen.

Der Film rundet das Ganze gut ab, da die sehr beeindruckenden Bilder im Buch eben fehlen, aber man kann auch beides ohne das andere genießen.

Mein Mann hat die Autorin auch mal bei einem Vortrag über das Buch „Big Magic: Nimm dein Leben in die Hand und es wird dir gelingen“ live gesehen und fand sie auch als Mensch sehr interessant und inspirierend.

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Die 10 besten Brettspiele

Mein Mann und ich sind begeisterte Spielefans und besitzen auch einige Spiele selbst. Sicher schreibe ich bald auch noch mehr Empfehlungen zu Spielen. Heute fange ich mal an mit „Die 10 besten Brettspiele der Welt„. Es ist Buch und Spielesammlung in einem und super für unterwegs! Geeignet ist es schon für Kinder im Kindergarten- oder Grundschulalter.

Das 28x28cm große Buch besteht aus 12 sehr dicken Kartonseiten, aus denen die Spielpläne für 10 Brettspiele sowie die dazu benötigten Spielsteine herausgetrennt werden können. Die Spiele kommen aus unterschiedlichen Ländern der Erde und neben der Anleitung ist auch jeweils eine kurze Beschreibung dabei, woher das Spiel kommt. Beim Spielen lernt man also auch etwas über andere Länder und Kulturen!

Für Deutschland ist Malefitz enthalten, die anderen neun Spiele sind deutlich exotischer und waren mir alle unbekannt (z.B. Surakarta aus Indonesien, Patolli aus Mexiko, das Zohn Ahl Spiel der Kiowa-Indianer und Dou shou qi aus China). Für Abwechslung ist beim Spielen also gesorgt.

Leider gibt es das Buch nur noch gebraucht, dafür aber günstiger. Wer was neues will, der kann sich mal den Nachfolger ansehen: „Die 10 besten Brettspiele aller Zeiten„.

Zugfahrt ins Neuland – Gedicht

Heute gibt es mal wieder ein Gedicht von mir. Mein Mann und ich sind schon immer gern Zug gefahren und haben auf diesem Weg schon viele Reisen gemacht, auch mal 16 Stunden mit dem Regionalverkehr nach Sylt. Früher haben wir eben noch auf den Preis geschaut und hatten kein Problem mit einem Tag im Zug. Nachhaltiger als Auto oder Flugzeug ist das natürlich auch. Auch unterwegs in Bahnhöfen die halbe Nacht zu verbringen, war in Ordnung. So wissen wir nur, wie der Hamburger und der Berliner und der Münchener Hauptbahnhof nachts aussehen. Sogar in der Victoria Station in London waren wir mal nachts ein paar Stunden.

Heute gönnen wir uns lieber mal einen schnelleren Zug – dafür seltener, denn mit Kind macht man dann doch weniger Reisen. Die Kinderabteile im ICE sind übrigens super. Jetzt aber ab zum Gedicht! Viel Spaß!

 

Zugfahrt ins Neuland

Die Welt rauscht dahin

Wiesen Büsche Bäume

Ich fahre wo hin

Schafe Pferde Zäune

Wo mich niemand kennt

Teiche Tümpel Weiher

Der Ort ist mir fremd

Enten Schwäne Reiher

Dort war ich noch nicht

Berge Hügel Wälle

Mein Sitznachbar spricht

Wege Höfe Ställe

„Bei dir alles gut?“

Hühner Ziegen Rinder

Und er macht mir Mut

Frauen Männer Kinder

Er ist ja bei mir

Autos Straßen Brücken

Fahren zu zweit hier

Fliegen Käfer Mücken

Und bald sind wir da

Dörfer Kirchen Hallen

Das Ziel ist schon nah

Jacken Hüte Schnallen

Dort steigen wir aus

Gärten Plätze Flüsse

In den Tag hinaus

Schaukeln Hunde Küsse

Gedicht für Äpfel

Heute gibt es wieder ein Gedicht von mir. Weil es im Herbst typischerweise Äpfel gibt, habe ich ein passendes Gedicht für Euch. Es ist schon ein paar Jahre alt und es ist entstanden, weil eine Freundin aus meiner Parallelklasse ein Gedicht über Äpfel schreiben sollte. Sie hat mir in der Pause ihr Leid geklagt und da ich anschließend eine Freistunde hatte und schon immer gern gereimt habe, kam eine Stunde später ein ellenlanges Gedicht dabei heraus. Meine Freundin hat dann einen Ausschnitt davon im Unterricht vorgestellt. Und hier kommt die vollständige Version:

 

Gedicht für Äpfel

Ich hab `ne Apfelallergie,
Deshalb ess ich Äpfel nie.
Und schenkt mir wer `nen Apfelkuchen,
Muss ich wen anders dafür suchen.

Schon Wilhelm Tell der dachte sich,
Äpfel schmecken fürchterlich.
Durch Apfelkorn ganz schnell besoffen,
Hat er auch sehr gut getroffen.

Manchmal ist es auch ganz gut,
Dass ich Äpfel meiden muss,
Denn sauer tuen sie nicht gut
Mehlig führ’n sie zu Verdruss.

Und wenn Äpfel zu allen Jahreszeiten
Sich auf der ganzen Welt verbreiten,
Dann ist das für mich ein Problem,
Denn ich kann Äpfel nicht mehr seh’n.

Doch Apfelbäume seh’n schön aus,
Allein die Äpfel sind ein Graus.
Äpfeln, weder Tee noch Torte,
Oder als Labellosorte,
Komm ich lieber nicht zu nah,
Denn diese Allergie ist da.

Und meine Angst am größten ist,
Wenn im Winter kommt Herr Christ.
Äpfel für das liebe Kind,
Was das für Teufelsfrüchte sind.
Schon im Paradies
Fand man Äpfel mies.

Äpfel soll’n was Schönes sein,
Doch ich sag zu Äpfeln „Nein!“.
Und hör ich solche Äpfelsprüche,
Lauf ich ganz schnell in die Küche.
Und ess ’ne Banane
Mit Eis und Sahne.

Äpfel, die sind sehr gesund,
Rot, Gelb, Grün und Bunt.
Mal groß, mal klein, schön rund,
Doch die komm’n mir nich in’n Mund!

Äpfel sind ne schöne Sache,
Doch egal, was ich auch mache,
Auch wenn ich es nicht versteh,
Äpfel ich verschmäh!

Omi sagt, ich soll sie essen.
Die isst Äpfel wie ein Vieh,
Mit ihr kann ich mich nicht messen.
Meine Allergie erlaubt das nie.

Im Garten steht ein Apfelbaum.
Übersehn kann ich den kaum.
Doch ist es auch nicht schlecht,
Wenn ich den Feind im Auge hab.
Und eins ist mir ganz recht:
Mein Bruder pflückt die Äpfel ab.

Und jetzt am Ende, ganz zum Schluss,
Sag ich, was gesagt sein muss:
Äpfel sind schon ein Genuss,
Allein die Allergie ist Stuss!
Drum ist jetzt mit den Äpfeln Schluss!

(Und während ich dies hier nun schreibe,
ich mir `nen Apfel einverleibe.
Denn die Allergie
Gab es nie!
Ich hab mir das nur ausgedacht,
Weil’s das Gedicht so sinnvoll macht!)

Mittlerweile habe ich übrigens wirklich eine leichte Allergie gegen manche Äpfel entwickelt. Ob sie mir böse sind?

Wie sieht es mit Euch aus? Mögt Ihr Äpfel? Oder habt Ihr auch eine Allergie? Schreibt mir gern in den Kommentaren!

Die geheime Benedict-Gesellschaft – Buchempfehlung

Wer abenteuerliche und spannende Geschichten mag und dabei auf Superhelden mit übernatürlichen Kräften sowie magiegestählte Teenager verzichten kann, der ist bei dem Amerikaner Trenton Lee Stewart genau an der richtigen Stelle.

Stewarts Helden nämlich sind Kinder (fast) wie du und ich und sie kommen mit ihren eigenen intellektuellen und körperlichen Fähigkeiten und ganz ohne flitterbunten Hexenschnickschnack aus. Sie sind Waisen und werden zur Aufnahme in eine sehr geheime Organisation einigen superschweren Prüfungen unterzogen. Reynie, Kleber, Kate und Constance lernen sich im Hause von Mr. Benedict kennen, nach dem zumindest die ersten drei Kinder die Prüfungen hinter sich gebracht haben. Mr. Benedict und seine Mitstreiter haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Welt vor unheilbringenden Radiowellen mit bösen Botschaften zu befreien, die Besitz von den Menschen zu nehmen drohen.

Bei ihrer Mission werden die vier Freunde auf einer Insel in ein Schulinternat geschickt, wo sie erstaunliche, ja schier unglaubliche Dinge erleben und einen Doppelgänger von Mr. Benedict treffen.

Trenton Lee Stewart erzählt die Geschichte mit köstlichem Humor und viel Fingerspitzengefühl für die spannenden Situationen und es gelingt ihm schier mühelos, die geneigten Leser in die spannende Handlung hineinzusaugen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es gibt auch noch drei weitere Bände!

Unser Schulsystem und die Talente

Ich denke, dass jeder Mensch Talente hat. Das denken auch die meisten anderen Menschen, auch wenn manche selbst davon überzeugt sind, völlig talentfrei zu sein. Nun sagen auch viele, dass das Schulsystem daran Schuld ist, dass die Menschen ihre Talente nicht erkennen und nutzen. Dazu habe ich vor Kurzem ein paar Videos gesehen:

In diesen witzigen TED-Talks geht der Redner Ken Robinson darauf ein, dass die Schüler heutzutage durch ein Schulsystem geschleust werden, in dem es darum geht, Leistung in bestimmten Fächern zu bringen und sich anzupassen, um später den höchsten möglichen Abschluss zu erreichen und gut in die Arbeitswelt zu passen – denn das Schulsystem wurde in einer Zeit erfunden, in der Kinder für die Arbeitswelt ausgebildet werden sollten.

Robinson plädiert dafür, dass die kreativen und sportlichen Fächer mehr Aufmerksamkeit bekommen sollten und dass der ganze Unterricht viel mehr auf die Stärken und Interessen der Kinder ausgerichtet werden sollte. Als Schülerin die nie wirklich in das System gepasst hat, habe ich mich sehr angesprochen gefühlt. Schon in meinem Grundschulzeugnis – in der ersten oder zweiten Klasse als es noch keine Noten gab – stand “Katharina findet immer neue Lösungswege.” Ich habe wohl schon damals versucht, Dinge anders zu machen und vielleicht auch einfacher. Ich war immer kreativ und eigentlich war ich auch sonst gut in der Schule.
Ich war zum Beispiel gut in Mathe bis eine Lehrerin mir eingeredet hat ich wäre schlecht, weil ich keine guten Noten mehr schrieb. Die Noten sind eben nicht unbedingt sehr aussagekräftig, denn diese neue Lehrerin hatte einen völlig anderen Stil als der Lehrer vorher bei dem ich alles verstanden hatte. Die Aussage, ich wäre schlecht und würde es nicht verstehen, hat dafür gesorgt, dass ich mich noch heute ungern mit Mathematik beschäftige. Es ist erstaunlich und erschreckend, wie sehr die Aussage eines einzigen Menschen ein Kind in seinen Möglichkeiten einschränken kann.

Als Mutter will ich versuchen, für meine Kleine eine Umgebung zu schaffen, in der sie ihre Talente entdecken und frei entfalten kann – egal, welche Talente das sind. Selbst wenn sie Fußball mag – was mein Mann und ich nicht so mögen – wollen wir sie unterstützen und Ihre Interessen fördern. Nun bin ich gespannt, wie gut wir diesen Vorsatz umgesetzt kriegen. ^^

Und falls ihr mehr über eure eigenen Talente erfahren wollt, dann empfehle ich “Verborgene Talente entdecken” aus der Reihe “Die kleinen Übungshefte”, welches ich selbst duchgearbeitet habe. =)

Was habt Ihr für besondere Talente? Oder meint Ihr, dass sowas überbewertet wird oder Ihr keine Talente hättet? Und was haltet Ihr von unserem aktuellen Schulsystem?  Schreibt mir gern in den Kommentaren!

Flavia de Luce- Buchempfehlung

Flavia de Luce ist ein junges Mädchen mit einer Leidenschaft für Chemie und einer etwas verschrobenen Familie. Als sie eines Morgens einen sterbenden Mann vor dem Haus im Gurkenbeet findet und daraufhin ihr Vater als Tatverdächtiger verhaftet wird, fängt sie an nachzuforschen. Über ihren klaren Verstand, einige chemische Analysen und viele Gespräche im Dorf kommt sie den Ereignissen, die zum Tod des Mannes und zur Verstrickung ihres Vaters in die Ereignisse geführt haben auf die Spur.

Zugegeben, die Geschichte von Alan Bradley klingt ein wenig skurril. Aber gerade für meinen Mann und mich als untypische Krimileser war das Buch ein absoluter Volltreffer. Die Handlung spielt in der Nachkriegszeit in einem englischen Dorf, ist spannend und immer wieder überraschend, das Buch liest sich sehr flüssig und schafft eine gute Balance zwischen spannender Haupthandlung und auflockernden Elementen. Mittlerweile sind auch noch einige weitere Bände erschienen, wir kennen aber nur die ersten beiden, die waren beide sehr gut.