The Story of Stuff

Morgen ist in Amerika der „Buy nothing day“ und bei uns in Europa ist der „Kauf-Nix-Tag“ am Samstag, also Übermorgen. Es handelt sich dabei um eine Gegenveranstaltung zum Black Friday für den Ihr wahrscheinlich schon mit Werbung bombadiert wurdet.

Als Motivation kann ich einen großartigen Kurzfilm empfehlen, nämlich die „Story of Stuff“ – auf Deutsch etwa „Geschichte der Sachen„.
Ich finde diese kurze Erklärung unserer Wirtschaft und der Hintergründe super und auf deren Webseite gibt es auch noch ein paar mehr Videos zu nachhaltigen Themen.

Ich finde die ständigen Kauf- und Lock-Angebote sowieso nervtötend. Ständig gibt es Werbung Werbung Werbung und wenn man sich tatsächlich mal für ein Angebot interessiert, ist es direkt ausverkauft oder wurde nicht geliefert oder sonst etwas kommt dazwischen. Da kann man das doch auch gleich bleiben lassen und die Preise insgesamt niedriger ansetzen, finde ich.

Auch aus Sicht der Verkäufer – ich habe in einem Elektro-Fachgeschäft als Verkäuferin gearbeitet – finde ich die ständige Werbung unsinnig. Es gibt immer Leute die deshalb um die Preise feilschen. „Aber letzte Woche war das doch günstiger!“ „Also wenn das Gerät gleichwertig ist, dann können Sie mir doch da auch einen guten Preis machen.“ „Bei der Aktion neulich war ich VIP-Kunde, da können Sie mir ruhig entgegenkommen!“ Besonders beliebt: „Im Internet ist das aber viel günstiger!“ Es gibt sogar besonders dreiste Leute die den Preis einfach selbst festlegen und wenn das nicht geht, dann lassen sie den Chef rufen. (Der dann übrigens nachgibt und keine Stunde später meint, man solle doch mehr Handelsspanne machen.) Eines der krassesten Gespräche hatte ich mit einem Kunden, der einen kleinen Jungen dabei hatte. „Ach, schauen Sie doch mal, machen Sie das Angebot doch für den Kleinen!“

Das Fazit ist, dass die Leute davon ausgehen, dass am Preis immer noch was geht, weil es ja ständig Angebote gibt. Und als Käufer fragt man sich dann halt auch, ob es das nicht irgendwo günstiger gibt oder ob das nicht nächste Woche im Angebot sein könnte. Es ist ein Kreislauf in dem sich die eigenen Gedanken nur noch um Konsum drehen und die Konzerne endlos Geld scheffeln, weil wir auf Ihre Werbung reinfallen.

Nun, um dem Ganzen zu entgehen, kann man auch mal einen oder zwei Tage nichts kaufen. Ich überlege tatsächlich, ab Neujahr mal ein ganzes Jahr gar nichts zu kaufen – oder nur das Nötigste. Vielleicht fange ich mit einer Woche an und teste dann, ob ich auch einen Monat schaffe und so weiter.

Was haltet Ihr von „Buy nothing day“? Kauft Ihr morgen auch nichts, oder kauft Ihr auch sonst wenig? Und findet Ihr die ständigen Werbeangebote auch so übertrieben? Schreibt mir gern in den Kommentaren!

 

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Mein Kalendersystem

Nachdem ich schon ein paar Mal Beiträge über verschiedene Kalendersysteme gelesen habe, dachte ich, dass ich dazu auch mal einen Beitrag schreibe. Es ist schließlich mal wieder Zeit für einen neuen Kalender.

Ich bin eigentlich ein großer Fan von Kalendern im Buchformate, vorzugsweise kompakt und übersichtlich. Seit einiger Zeit habe ich allerdings eine neue Variante entdeckt, da ich mit meiner Kleinen ja eh kaum länger unterwegs bin und den Kalender nicht mitnehmen muss. Ich drucke meinen Kalender auf Din-A4-Seiten und habe die Seiten dann einfach auf einem Klemmbrett daheim. So kann auch mein Mann jederzeit sehen, was wir vorhaben, denn er hat selbst keinen Kalender.

Ich nehme meine Vorlagen von Kalenderpedia und zwar immer die Variante „Jahreskalender im Hochformat, 4 Seiten, 3 Monate auf einer Seite“. Da habe ich dann drei Monate übersichtlich auf einer Seite und kann die folgenden Monate einfach darunter legen. Und es ist auch noch genügend Platz zum Schreiben. Es gibt die Vorlagen auch im Querformat und auch mit mehr oder weniger Monaten auf einer Seite oder in Wochen. Das Ganze gibt es für Word, Excel und als PDF, da ist sicher für jeden was dabei. Zudem ist es bis auf Papier und Druckerfarbe kostenlos und man kann jederzeit mehr ausdrucken. Und minimalistisch ist es auch. =D

Für unterwegs fotografiere ich dann gern den aktuelle Kalender ab und habe ihn dann auf dem Handy dabei falls ich Termine machen muss. Eintragen kann ich die ja dann daheim.

Ich weiß, dass jeder das anders handhabt und der eine mehr und der andere weniger an Terminen und/oder Notizen hat. Habt Ihr auch besondere Kalendersysteme? Schreibt mir gern in den Kommentaren!

 

Datenschlacht – Gedicht

Hallo zusammen!

Nachdem ich in den letzten Tagen endlich mal wieder ein Datenbackup gemacht habe und zwischendrin etwas Zeit hatte, habe ich dieses Gedicht geschrieben – basierend auf einer wahren Begebenheit. 😉

Datenschlacht

Ich wollte neulich kurz probieren
Ein paar Fotos zu kopieren.
Doch mein Rechner sagte schlicht:
Ohne Speicher geht es nicht!

Der rote Balken zeigt schnell an
Dass mein PC bald nicht mehr kann.
Drum müssen wohl Dateien weg
Die sind Computer-Winterspeck.

Lösche ich schnell Dokumente?
Oder Fotos von ner Ente?
Fliegen ein paar Daten raus?
„Futterliste für die Maus“?

„Fotos von der Gartenparty“?
War das die mit Tante Kathi?
„Bewerbungen 2003“?
War da kein Zeugnis mit dabei?

„Erziehungstipps fürs liebe Kind“?
Wenn die mal nicht veraltet sind.
„Schöne Pflanzen für den Garten“?
„Wie benutzt man einen Spaten“?

„Deko für das ganze Haus“?
Das kann wirklich gleich hier raus!
Da wollt ich mir Ideen merken
Die jetzt den Datenstau verstärken.

Seit Stunden sitz ich jetzt schon dran!
Zu viele Daten! Mann oh Mann!
Und trotzdem denke ich mir noch:
Brauche ich das vielleicht doch?

Gibts für sowas nicht ne Cloud?
Ist da alles gut verstaut?
Amazon weiß schließlich Rat.
Bei DEM Preis hab ich noch gespart!

Zwei Tage später klingelt dann
An der Tür der Hermes-Mann.
Oder war es DHL?
Ich nahm das Päckchen blitzeschnell!

Ich wusste schon was drinnen war!
Die neue Festplatte ist da!
Und sie glänzt ganz wunderschön!
Auf dem Schreibtisch darf sie stehn.

Ein paar Stunden hats gedauert,
Ich wäre fast dabei versauert…
Jetzt sind die Daten gut verstaut,
Der Balken wieder blau ausschaut.

Noch ein paar Daten schnell sortiert,
Damit das Dickicht nicht verwirrt.
Und warum mach ich das nochmal?
Ach ja, die Fotos vom Quartal!

Die Handyfotos werden jetzt
An ihren neuen Platz versetzt.
Und siehe da: Kopieren geht!
Wie gut mein Rechner mich versteht!

Nach tagelanger Odyssee
Sag ich dem Rechner nun Ade.
Nehm das Handy, gehe raus,
Mach mehr Fotos, Tagein, Tagaus…

 

Ich weiß, dass man Minimalismus auch im digitalen Bereich betreiben kann und ich halte meinen Desktop, mein Mailpostfach und meine Handy-Apps immer übersichtlich, aber wenn es an die Daten auf meinem PC geht, dann fällt es mir oft schwer, Sachen zu löschen. Ich fotografiere gern und da kommt durch die größer werdenden Formate immer mehr dazu, aber meine Fotos sind mir eben sehr wichtig. Ich finde aber, dass mein Mann und ich mit etwa 600GB gemeinsam noch recht wenig „Datenschlacht“ haben.

Wie sieht das bei Euch aus? Herrscht ein Festplattenchaos oder habt Ihr noch nie eine Festplatte gekauft? Digitalisiert Ihr alle wichtigen Unterlagen und speichert sie doppelt oder habt Ihr Papierkrieg und Datenflut zusammen? Habt Ihr Tipps zum digitalen Aufräumen? Schreibt mir gern in den Kommentaren!

Wunder – Gedicht

Da ich schon dran sitze und mein Mann grad unsere Kleine betreut, gibt es heute noch ein Gedicht von mir. Das gilt teils immernoch für mich – ich stolpere immer mal wieder durch die Gegend und hab mich erst letzten Sonntag auf die Straße geschmissen – jetzt gilt es aber vor allem für meine Kleine, die sich alle Nase lang freiwillig oder unfreiwillig hinlegt. ^^

 

Wunder

Oje, oje, oje!
Ich tu mir dauernd weh!

Ich schneid mich in den Finger,
Ich stolper über Dinger
Und lande auf den Knien,
Die sich auch prompt verziehen.
Dann sind sie schief und blutig
Und ich bin möglichst mutig
Und stehe wieder auf,
Denn weiter geht der Lauf!

Und ein paar Tage später,
Nach Schmerzen und Gezeter,
Da heilen schon die Wunden.
Ich bin nicht mehr geschunden!
Und wundere mich noch
Wie schnell sich schließt das Loch!

Bald hab ich es vergessen
Und wandere stattdessen,
Bevor ich lang verzag,
In einen neuen Tag!

Mein Leben als Pinguin – Buchempfehlung

Ist Euch in letzter Zeit auch so kalt? Ich habe das Gefühl, dass ganz plötzlich schon fast Winter geworden ist. Dazu habe ich den passenden Buchtipp für Euch!

In diesem Buch von Katarina Mazetti begleitet der Leser mehrere Personen auf einer besonderen Kreuzfahrt – in die Antarktis. Man lernt die seltsamsten Gestalten kennen, entdeckt ein paar schöne und ein paar scheußliche Geheimnisse und findet sich vielleicht sogar in dem ein oder anderen Passagier wieder. Man lernt ein wenig mehr über die Arten und Unarten der Menschen, doch am Ende steht nur die Erkenntnis, dass man niemanden katalogisieren und einordnen kann, weil jeder ein bisschen anders ist als der andere, anders, als man denkt und dass es sowieso viel schöner ist, das Leben zu genießen, anstatt sich über die anderen Gedanken zu machen. Und man bekommt große Lust, sich selbst auf die abenteuerliche Reise zum Heimatland der Pinguine zu machen, wenn nur die Seekrankheit nicht auf dem Weg läge…

Dieses Buch gehört zu jenen, die ich in einer Nacht gelesen habe, weil ich sie einfach nicht aus der Hand legen konnte. Ich empfehle es jedem, der ein humorvolles Buch zu schätzen weiß, der neugierig ist, auf die Menschen um sich herum und sich vom Alltag nicht langweilen lässt, denn er ist das spannendste und interessanteste, was wir jeden Tag erleben.

Übrigens: Pinguine haben perfekte aerodynamische Eigenschaften und können fliegen, wenn sie auf etwa 267 km/h beschleunigt werden. ^_^

Adventskalender für alle!

Es ist Mitte November und so langsam kann man sich mal über den Adventskalender für dieses Jahr Gedanken machen. Mein Mann und ich haben uns immer gern gegenseitig was gebastelt und Süßkram oder Herzhaftes rein getan. Mein Mann mag gern Herzhafte Sachen. ^^

Vor drei Jahren habe ich dann einen Kranz mit kleinen Socken gekauft – ich glaube bei Aldi. Ich gebe zu, dass das nicht so glamourös ist, aber wir haben im November und Dezember immer viel zu tun und da war es praktisch, eine Aufgabe weniger zu haben.

Bei der Füllung sind wir nach und nach von Schoki und Co zu faier Schokolade gekommen und mittlerweile gibt es für meinen Mann Zettelchen mit gemeinsamen Unternehmungen und für mich noch kleine Süßigkeiten. Da ich nun auch noch vegan lebe, wars das wohl endgültig mit der einfachen Schokolade und außerdem wurde es durch die faire Schokolade eh alles ziemlich teuer.

Dieses Jahr werden wir uns wohl an einen minimalistischen und günstigen Adventskalender wagen. Die Socken bleiben, da unsere Kleine sonst sicher ständig alles rauskramt und durcheinander bringt und außerdem ist es eine nette Deko im Flur. Mein Mann weiß noch nichts von seinem Glück, aber da er natürlich meinen Blog liest, bin ich mal gespannt, wie lange es dauert, bis er sich wegen des Adventskalenders bei mir meldet. =D

Hinzu kommt noch, dass ich schon seit einigen Jahren einen besonderen Adventskalender für alle meine Freunde „bastle“. Es gibt nämlich jedes Jahr einen E-Mail-Adventskalender von mir. Das war auch einer der Gründe, weshalb ich dachte, dass so ein Blog sicher gut laufen würde, denn ich bekomme seit Jahren viel positives Feedback von meinen rund 50 Lesern – wozu auch schon ein paar Unbekannt gehören, weil wir von unseren Freunden wärmstens empfohlen wurden. 😉
Daher stammen übrigens auch meine älteren Buchempfehlungen.

Dieses Jahr werde ich versuchen den Mail-Adventskalender teilweise bzw. so weit wie möglich über den Blog laufen zu lassen, damit Ihr auch etwas davon habt. Es gibt Gedichte, Buchempfehlungen, Links zu (veganen) Rezepten und vielleicht schaffe ich es auch, den Comic des Tages irgendwie einzubinden. Ich bin gespannt, wie es klappt und freue mich, wenn es euch gefällt.

Wie haltet Ihr es mit Adventskalendern? Bekommt Ihr noch einen von Euren Eltern oder von Eurem Partner? Oder macht Ihr selbst einen für Euren Partner? Oder vielleicht macht Ihr auch schon einen für Eure Kinder oder Euren Hund? (Unsere Tochter bekommt wahrscheinlich noch nichts und unsere Mäuse bekommen immerhin ein Weihnachtsgeschenk.)
Schreibt mir gern in den Kommentaren, wie es bei Euch aussieht! =D

Menstruationstassen

Heute möchte ich ganz kurz mal ein reines Frauenthema behandeln. Männer dürfen jetzt gern weglesen, aber ich freu mich auch immer, wenn Männer über Frauenthemen bescheid wissen und das nicht einfach nur ignorieren.

Also, liebe Frauen, findet ihr es auch so nervig, wenn Frau unterwegs die Tage bekommt und nur noch ein Tampon dabei hat? Oder man Samstag Abend kalkweiß wird weil nur noch eine Binde da ist? Jetzt gibt es die Lösung! Nie wieder Binden, nie wieder Tampons, nie wieder panisch in die Drogerie rennen! Ganz nebenbei spart man dadurch eine Menge Geld und schont die Umwelt! Wie das geht? Mit Menstruationstassen!

Diese sind sehr klein und aus Silikon oder ähnlichen Materialien. Sie werden ähnlich wie ein Tampon benutzt und fangen alles einfach auf. Dann kann man sie leicht herausnehmen, in die Toilette ausleeren, abspülen und wieder verwenden. Nach der Periode wird der Cup ordentlich ausgekocht und ist dann fürs nächste Mail wieder einsatzbereit. Sie trocknen die empfindlichen Schleimhäute nicht aus und eignen sich auch für Allergiker. Auch wenn man am Anfang vielleicht etwas Übung braucht, lohnt es sich auf jeden Fall! Und minimalistisch, ökologisch, nachhaltig und Zero-Waste ist das Ganze auch!

Ich selbst habe eine MeLuna und bin total begeistert! Vorher habe ich eher Binden genutzt und fand Tampons unpraktisch, dennoch finde ich den Cup besser als beides. Ich habe auch etwas Zeit zur Eingewöhnung gebraucht aber jetzt würde ich sie nicht mehr hergeben. Die MeLuna hat auch kürzlich von Ökotest ein „sehr gut“ erhalten.

Es gibt die Cups auch in vielen Farben, ich würde hier weiß oder etwas helles empfehlen, da man darauf am besten erkennt ob die Oberfläche wirklich sauber ist. Ich hatte zuerst eine rote weil das meine Lieblingsfarbe ist und rot gut zum Thema passt. 😉 Jetzt habe ich eine zweite in weiß und das ist wirklich praktischer.

Neben der MeLuna gibt es auch noch den Mooncup, die Lunette, den Ladycup und viele mehr.

Eine tolle ökologische Ergänzung sind übrigens waschbare Slipeinlagen und für stillende Frauen auch waschbare Stilleinlagen. Beides hab ich schon und finds super bequem und praktisch! Nie wieder Slipeinlagen und Stilleinlagen kaufen! =D
Natürlich gibt es auch waschbare Binden, aber da kann ich gut verstehen, dass das nicht jederfraus Sache ist. Dafür sind ja die Cups gut.

Was haltet Ihr davon? Habt Ihr das schonmal ausprobiert? Würdet Ihr einen Hersteller besonders empfehlen? Schreibt mir gern in den Kommentaren!